TagRegionale 2013

Meinerzhagener Zeitung vom 17.03.17

Das Thema zur Parkplatzsituation wurde auch in der heimischen Presse aufgenommen, hier ist der Beitrag der Meinerzhagener Zeitung

Meinerzhagener Zeitung vom 17.03.17

Meinerzhagener Zeitung vom 17.03.17

Parkplatzsitutation entschärfen – Bürger aufgefordert!

(Meinerzhagen, 17.03.17) Das in Meinerzhagen zurzeit viel passiert, fällt jedem sofort ins Auge, der durch unsere Stadt geht oder fährt. Leider führt dies bis zur Fertigstellung des Stadthallenumfeldes auch zu erheblichen Einschränkungen für die Meinerzhagener Bürgerinnen und Bürger, sowie dem Einzelhandel in der Innenstadt.

Kaufkraft zieht es in die Nachbarkommunen

Insbesondere an den Wochenmarkttagen wird deutlich, dass die Parkplatzsitutation zurzeit in Meinerzhagen sehr angespannt ist. Seitens des Einzelhandes werden immer wieder berechtigte Stimmen laut, dass die Neugestaltung des Stadthallenumfeldes zwar sehr wünschenswert ist, jedoch die Menschen nicht mehr den Weg in ihr Geschäft finden, sondern aufgrund nicht vorhandener Parkplätze, direkt einen Ort weiter in Richtung Kierspe, Lüdenscheid oder Gummersbach fahren.

Der rote Bereich stellt in der Volmestraße den zu gewinnenden Parkraum da. Die Pfeile sollen die Fahrtrichtung markieren.

Der rote Bereich stellt in der Volmestraße den zu gewinnenden Parkraum da. Die Pfeile sollen die Fahrtrichtung markieren.

Einbahnverkehr in der oberen Derschlager Straße sorgt für Parkraum und belebt die Innenstadt

Daher haben wir nun der Verwaltung zwei Vorschläge unterbreitet,

1.  Die Derschlager Straße für den Einbahnverkehr (Geschwindigkeit – Spielstraße) freizugeben und dort Parkplätze auszuweisen und

2. Während der Bauphase auf der Volmestraße im Bereich des Stadtparks den Verkehr auf Einbahnverkehr umzustellen und dort auf der Seite des Stadtparks, Parktaschen einzurichten.

Vorab sollten jedoch sämtliche rechtliche Fragen, sowie die Kosten und die Dauer der Umsetzung geklärt sein.

Bürger sind gefordert

Weiter braucht die Stadt auch in dieser Angelegenheit ihre Bürger, daher würde sich die FDP Fraktion über konstruktive Ideen zur Entschärfung des Parkproblems freuen. So könnten wir gemeinsam die Kuh vom Eis bekommen.

Schreiben Sie Leserbriefe, sprechen Sie die Fraktionen oder auch die Verwaltung an!

 

FDP Anfrage zum Parkraum in Meinerzhagen im Wortlaut

FDP Anfrage zum Parkraum in Meinerzhagen im Wortlaut

Arbeiten am Kreisverkehr beginnen mit den Ferien

Foto: Stadt Meinerzhagen

Foto: Stadt Meinerzhagen

(Meinerzhagen, 29.06.16) Die Arbeiten am Stadthallenumfeld schreiten planmäßig voran. Wie die Stadt Meinerzhagen heute in einer Pressemitteilung erläutert, wird mit dem Beginn der Sommerferien am 11. Juli 2016 mit den Arbeiten am Kreisverkehr begonnen. Damit startet der zweite Phase des ersten Bauabschnittes.  „Ab dem 11. Juli wird es aufgrund der Sperrung keine Fahrbeziehungen zwischen Linden- und Hauptstraße sowie Birkeshöh- und Hauptstraße geben; die Verkehrsbeziehung der Straßen An der Stadthalle und Hauptstraße bleiben dagegen erhalten. Auch der Prumbomweg wird weiter befahrbar sein, wobei das Abbiegen von dort in Richtung Lindenstraße nicht mehr möglich sein wird. Die Geschäfte in der Lindenstraße bleiben jedoch trotz Bauarbeiten über die Oststraße befahrbar.“ heißt es in der Pressemitteilung.

Insgesamt zeigt sich die Stadt Meinerzhagen zufrieden, die Bauarbeiten liegen komplett im Zeitplan.

Hier gelangen Sie zur Pressemitteilung der Stadt Meinerzhagen.

Neugestaltung des Volkparks – Die Bürger sind gefragt

Plan der Parkanlage - Quelle: Stadt Meinerzhagen

Plan der Parkanlage – Quelle: Stadt Meinerzhagen

Parkpflegewerk mit Freiraum-Konzept für den Volkspark sieht verschiedene Angebote und Anlaufstellen für Besucher vor

Plan zur Gestaltung des Volksparks: stimmig, offen, als grüne Oase eingebettet ins Stadtzentrum
Der Volkspark in der Innenstadt ist ein Herzstück Meinerzhagens: Zentral gelegen, bietet er auf 2,7 Hektar Raum für Erholung, Freizeitgestaltung sowie Kommunikation und ist nicht nur aufgrund seiner Lage ein wesentliches Bindeglied in der Stadt. Den Bürgerinnen und Bürgern liegt der Park am Herzen – das hatten sie in der Themenvorbereitung für die Projekte der REGIONALE 2013 deutlich gemacht. Zur behutsamen weiteren Gestaltung des Volksparks legte die Stadt nun ein Parkpflegewerk mit Freiraum-Konzept, bearbeitet vom Büro Drecker aus Bottrop und dem Büro ASS aus Düsseldorf, als detaillierten Vorschlag im Ausschuss für Planung, Stadtentwicklung, Verkehr und Umwelt vor. Dieser wird nun als Grundlage für einen intensiven Austausch mit der Bürgerschaft dienen. (Quelle: meinerzhagen.de)

Schulprojekt zur Straßenbenennung – PSVU bringt das Stadthallenumfeld auf den Weg.

Andreas Hermsdorf / pixelio.de

Andreas Hermsdorf / pixelio.de

(Meinerzhagen, 04.02.15) Nun können in bald in Meinerzhagen die Bagger rollen und mit dem Neubau des Stadthallenumfeldes begonnen werden. Die entscheidenen Beratungen fanden heute im PSVU-Ausschuss statt, nun hat zwar noch der Rat am Montag das letzte Wort, dass der Beschluss auf der Zielgeraden jedoch noch gekippt wird, ist jedoch äußerts unwahrscheinlich.

In der Vorlage hieß es wörtlich: „Mit der Planung wird das Ziel verfolgt, die planungsrechtlichen Grundlagen und Vorraussetzungen für die Umsetzung der vom Rat zuvor beschlossenen Maßnahmen zum Umbau des Stadthallenumfeldes […] zu schaffen.“ Weiterlesen

Informations- & Diskussionsabend zur Volmeoffenlegung am 4.09.13

Christian Schön

Christian Schön

Im Rahmen des REGIONALE 2013 – Projektes „Oben an der Volme“ werden mehrere Leitprojekte aufgeführt. Eines davon stellt das so genannte „Volmeband“ mit der geplanten „Revitalisierung“ der Volme dar. Innerhalb dieses Projektbausteines sollen im Kontext mit dem REGIONALE 2013 – Projekt des Märkischen Kreises „Ein Kreis packt aus“ Maßnahmen zur Renaturierung der Volme und zur Revitalisierung der anliegenden Flächen innerhalb der vier Volmetal – Kommunen vorgenommen werden.
Die vorgesehenen Maßnahmen zur Revitalisierung der Volme in Meinerzhagen stehen dabei im engen Zusammenhang mit den Überlegungen zum Umbau des Stadthallenquartiers zur Attraktivitätssteigerung der Innenstadt. Hiernach ist vorgesehen, die heute hinter der Stadthalle verrohrte Volme wieder offen zu legen und das offene Gewässerbett naturnah zu gestalten.
Mit dieser städtebaulich und ökologisch wertvollen Maßnahme soll auch ein Beitrag dazu geleistet werden, das Element Wasser in der Volmestadt Meinerzhagen stärker erlebbar zu machen und dessen Bedeutung wieder mehr in das Bewusstsein der Menschen zu rücken. Zugleich soll erreicht werden, dass sich der urbane Lebensraum in diesem Bereich lebendiger und attraktiver präsentieren und durch das Gestaltungselement Wasser hier eine hohe Aufenthaltsqualität geschaffen werden kann. Die ökologische Bedeutung dieser Maßnahme ist von erheblicher Bedeutung, ebenso wie auch der Hochwasserschutz.
Die bisherige Planung sieht vor, die Volme in ein weitestgehend naturnah gestaltetes Profil hinter der Stadthalle offen zu legen. Hiernach soll der Gewässerausbau zwischen dem heutigen Beginn der Volme-Verrohrung unter der Birkeshöhbrücke bis zum Übergang in die offene Volme am Hit-Markt so erfolgen, dass ein ökologisch hochwertiger, erlebbarer offener Gewässerlauf entstehen kann. In diesem Zusammenhang besteht auch die Möglichkeit, das Element Wasser in die Neugestaltung des Stadthallenvorplatzes mit einzubringen.
Die Meinerzhagener SPD, CDU und FDP möchten gemeinsam im Rahmen der Planungen dieser Maßnahmen alle Bürgerinnen und Bürger zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung einladen. Als Fachreferenten konnten hierfür Frau Kreisdirektoren Barbara Dienstel-Kümper vom Märkischen Kreis und Herr Fachbereichsleiter Friedrich Rothaar von der Stadt Meinerzhagen gewonnen werden. Die Veranstaltung findet am 04.09.2013 um 18:00 Uhr im Ratssaal der Stadt Meinerzhagen statt.
Die drei Parteien versprechen sich durch diese Bürgerbeteiligung nicht nur eine rege Diskussion, sondern auch viele gute Vorschläge zur Gestaltung des Projektes.

Stellungnahme von Thomas Sanden zur Diskussion um das Stadthallenumfeld

Thomas Sanden

Thomas Sanden

Wenn die Prognosen des Statistischen Landesamtes zutreffen, dann wird Meinerzhagen in 16 Jahren keine 18000 Einwohner mehr haben. Man kann das quasi als gottgegeben hinnehmen und die Hände in den Schoß legen, man kann diese Bevölkerungsentwicklung aber auch politisch begleiten und für Meinerzhagen entschärfen. Die Meinerzhagener haben ihren Bürgermeister und Rat gewählt, damit diese Politik machen. Politik zu machen heißt Zukunft zu gestalten.

Nun gibt es verschiedene Stile in der Politik. Wenige Bürgermeister besitzen genügend Charisma, um in Bürgerversammlungen die Öffentlichkeit für ihre Politik begeistern zu können. Andere entwickeln ihre Politik lieber „im geschützten Raum“, organisieren hinter verschlossenen Türen die notwendigen Mehrheiten, um so das, was sie für gut und richtig halten, möglichst ohne Reibungsverluste umzusetzen. Dieser sehr effektive Politikstil ist das, was, einst hoch gelobt, mit den „Meinerzhagener Verhältnissen“ gemeint ist. Er ist in der Tat undemokratisch, weil nur wenige beteiligt werden.

Man kann jedoch nicht behaupten, dass die Bürger am Regionale-Wettbewerb nicht beteiligt wurden. Seit 2009 fanden eine Reihe von öffentlichen Veranstaltungen statt, in denen jeder sich informieren und einbringen konnte. Wir müssen aber feststellen, dass „die Regionale“ in den Köpfen der Meinerzhagener ganz offensichtlich nicht angekommen ist.

Auch mir ist das Regionalekonzept für Meinerzhagen lange fremd geblieben. Die Vorträge der Fachleute vom federführenden Büro für Architektur, Stadtplanung und Stadtentwicklung (ASS) waren mir zu akademisch. 216 Seiten „Regionales Integriertes Entwicklungs- und Handlungskonzept“ waren eine Menge Stoff. Der Funke sprang nicht über. Es fehlte die verständliche und mitreißende politische Ansprache.

Inzwischen bin ich fest davon überzeugt, dass die erfolgreiche Teilnahme am Regionale-Wettbewerb ein einzigartiger Glücksfall für

Christian Schön

Christian Schön

Meinerzhagen ist. Man bedenke aber: Es ist das Gesamtkonzept, das überzeugen konnte, das mit drei Sternen belohnt wurde und dessen Umsetzung mit Landesmitteln gefördert werden soll. Es kann auch nur als Gesamtkonzept Wirkung für Meinerzhagen entfalten. Es lebt in Meinerzhagen, auf die Innenstadt bezogen, vom Zusammenspiel vierer Einzelmaßnahmen. Eine dieser Maßnahmen ist die Anbindung der Stadthalle an die Innenstadt durch Umgestaltung und Belebung des Platzes zwischen Halle und Volmecenter. Es ist das erste städtebauliche Projekt von Bedeutung seit rund 40 Jahren.

Von diesen vier Maßnahmen um den Bahnhof, den Stadtpark, die Stadthalle und die Innenstadt eine einzelne herauszulösen und in Frage zu stellen ist unsinnig. Dies würde bedeuten, das ganze Regionale-Konzept in Frage zu stellen und in seiner Wirkung zu beschneiden. Um das zu verstehen, muss man es kennen. Diejenigen, die weder an den öffentlichen Veranstaltungen teilgenommen noch das Konzept in seinem 216 Seiten langen Wortlaut gelesen haben, können es selbstverständlich nicht kennen.

Ein weiteres Dilemma ist der Umstand, dass heute zwar die Kosten der Umsetzung bekannt sind, die Wirkung des Konzepts für Meinerzhagen aber in der Zukunft liegt und heute noch nicht quantifizierbar ist. Eine Kosten-Nutzen-Analyse ist daher nicht möglich. Aber sich deshalb nur mit der bekannten haushaltswirtschaftlichen Seite des Projekts zu beschäftigen und die Chancen, die es für Meinerzhagen eröffnet, völlig zu leugnen, ist politisch unverantwortlich.

Viele von denen, die sich bisher zu Wort gemeldet haben, leben zwar in Meinerzhagen, arbeiten aber nicht (mehr) hier. Politik für Meinerzhagen geht sie selbstverständlich etwas an, hat für sie aber keine existenzielle Bedeutung (mehr). Selbstständige und Freiberufler jedoch, die hier noch viele Jahre lang ihren Lebensunterhalt und den ihrer Familien verdienen müssen, erwarten von der Politik, dass sie für ihre berufliche Existenz trotz der prognostizierten Bevölkerungsentwicklung ein einigermaßen gesichertes Umfeld schafft. Dafür wird die Umsetzung des Regionale-Konzepts einen entscheidenden Beitrag leisten.

Denn sonst bleibt Meinerzhagen das, was sie heute schon ist: eine sterbende Stadt.